Bisherige CD-Tipps |
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| Hannes Löschel:
"Herz.Bruch.Stück" |
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Hannes Löschel: Herz.Bruch.Stück © 2007 loewenhertz 017
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Agnes Palmisano, Preiser Records
© 2006
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16er Buam: Wiener Vorstadtblues bar less records Dreimal schon war ich live dabei! Im vergangenen Herbst, im heimeligen
Stüberl des Buschenschank Schöll an einem nebligen Abend; dann
im Frühjahr, im Währinger Gewölbe (mit Monika Khoury);
und zuletzt hörte ich unser Ottakringer Packl heuer im Sommer, im
duftenden Garten des Dornröschenkellers in der Stammersdorfer Kellergasse.
Jedesmal sah ich begeisterte und überzeugte Zuhörer um mich. |
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Roland Neuwirth & Extremschrammeln: "Wien g’spürn" Warner Music Austria CD Der Titelsong am Anfang „Wien g’spürn“ findet
wirklich statt. Einschmeicheln, melodiös und verführerisch.
Um es vorweg zu nehmen: Eine der besten Neuwirth CDs aller Zeiten. Ein
Herzstück dieser CD sind die U-Bahng’stanzeln. Dieses Gemeinschaftsprojekt
von Roland Neuwirth mit der „Schule für Dichtung“ und
(übrigens, weil auf der CD nicht erwähnt) mit wean hean. Die
G’stanzeln werden von Promis gesungen: Fritz Muliar, Bürgermeister
Michael Häupl, Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, Michael Heltau,
Gerd Bronner u.v.a. |
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stoahoat & bazwoach: "Wer klatscht, verliert" Eigenproduktion: Verlag STUDIO17, Traunstein 2005. Eine erfrischende, vierköpfige Volxmusikgruppe, die noch im vorigen
Jahrhundert im Waldviertel loslegte und deren lokalkolorierter Biogranit
längst über das westliche Niederösterreich hinaustönt,
war im Mai mit ihrem aktuellen Programm zum ersten Mal im Bockkeller zu
Gast. stoahoat & bazwoach brachte 2005 ihre jüngste von nunmehr
bereits fünf CDs heraus. Ein Lob der optisch ansprechenden Cover-Gestaltung! |
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Paul Fields und Edi Reiser: "Klassisch" Granit records, C & P 2002 (009) Der Wiener Spitzen-Kontragitarrist Eduard Reiser legte hier mit seinem Duopartner, dem Violinisten Paul Fields eine beachtenswerte Instrumental-CD mit Eigenkompositionen vor. Der langjährige Wegbegleiter von Karl Hodina lässt das Wienerlied-Genre ein wenig links liegen und konzentriert sich auf eine höchst gefühlvolle Welt voller Romanzen, Poeme und Serenaden. Die wienerische Musik hat zweifelsohne auch eine romantische Seite, in den Stücken von "Klassisch" ist die Romantik jedoch omnipräsent. "Klassisch" ist die musikalische Herangehensweise und die Aufführungspraxis des Duos, die Klänge sind jedoch dem 19. Jahrhundert mit seinen Verbindungen zur europäischen gehobenen Unterhaltungsmusik zuzuordnen (Valse Lido, Café Hungaria, Florenz, Valse Musette oder Venezia). Der Standort Wien lässt jedoch ebenso grüßen – mit Zitaten und vertrauten Klängen (Die Favoritner, Die Kagraner). Mit seinem Partner Paul Fields (von ihm sind Serenade op. 2 und Sentimental Feel) erzeugt Edi Reiser eine dichte Atmosphäre entspannender und leicht melancholischer (bisweilen trauriger) Klänge und Melodien. In sich stimmig und empfehlenswert! [Sche] |
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Exxj – ensemble xx. jahrhundert: "Wien – gegen den Strich" Gramola 98773 Hier setzen sich österreichische Komponisten mit der Wiener Volksmusik und ihren „identitätstiftenden Komponenten“ auseinander. Dirigent und Theaterwissenschaftler Peter Burwick und sein Ensemble XX. Jahrhundert initiierten das Projekt und sprachen unter anderem Oskar Aichinger, Otto Lechner, Franz Kogelmann, Erich Urbanner und Vladimir Pantchev an. Die CD legt eine Auswahl aus den vielen Kompositionen vor, die im Auftrag des Ensembles entstanden. Am tiefsten in der Wiener Volksmusik verwurzelt ist der Akkordeonist Otto Lechner, der sich in der Tradition des vazierenden Stadtmusikanten in seinem Schaffen ethnologisch und ironisch mit dem Wesen des urbanen Liedes und seiner Semantik auseinandersetzt (Christian Baier im booklet). Aber auch Oskar Aichinger und Franz Kogelmann sind mit der populären Musik Wiens vertraut und vor allem mit den über die Maßen besungen Sujets („Heut’ hab’ i scho mei Fahn’l, Tr. 5) Das Wienerische ist in den überwiegenden Stücken deutlich zu spüren, sei es durch die Bearbeitung oder dem Zitieren bekannter Melodien oder dem rhythmischen Fluss der Tänze, die schon die Hälfte des Repertoires ausmachen. Auch die humorvolle Interpretation von „Wir gengan heut’ nach Nussdorf hinaus“ des Bulgaren Vladimir Pantchev ist durchaus liebevoll gemeint und zollt der Wiener Volksmusik jeden Respekt. Wer immer die zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Alt-Wiener Volksmusik nicht scheut, möge beherzt zu der CD greifen, sie lohnt es! [Sche] |
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Eberhard Kummer & Ensemble Unicorn: LAURIN, Epos und Schwank im mittelalterlichen Tirol ORF CD 363 Auf den ersten Blick (oder ersten Takt) ein Minderheitenprogramm: Mittelalterliche Erzählliteratur aus dem Gebiet des heutigen Südtirols. Der Sagenkreis um Dietrich von Bern (Theoderich d. Große) wird hier vorgestellt. Das vordergründige Problem der CD ist unser tiefes: Sie verlangt Aufmerksamkeit und Konzentration. Beides stellen wir Stresskulturbürger uns nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Unser Alltag zwischen Fremd- und Selbstbeschleunigung lässt kaum Raum zum Hören so alter Gschichten deren Inhalt man sich (wenns schon unbedingt sein muss) auch wesentlich schneller und geraffter erzählen könnte. Dazu noch ein dickes Booklet mit allen Texten (Deutsch, Mittelhochdeutsch und Italienisch) zum Mitlesen beim ersten Anhören. Das alles verspricht bildungsbürgerliche Schwerarbeit. Und doch empfehle ich diese CD aufrichtig und uneingeschränkt den wenigen Luxusgeschöpfen, die über ihre Zeit (wenigstens zum Teil) selbst verfügen können und wollen. Von Eberhard Kummer überzeugend und meisterhaft gesungen erschließen sich Schönheit und Tiefe der Erzählungen und Texte. In Variation von per aspera ad astra müsste man sagen: Durch Kummer zum Schönen. [HZ] |
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Joschi Schneeberger Quintett: "Rani 2" City Park Records, Cipa-3020-2 Karl Hodina, Maler und Spezialist für Alt-Wiener Tänze, macht
aus seiner Liebe zum Jazz kein Geheimnis. Besonders gerne spielt er mit
dem Kontrabassisten und Bandleader Joschi Schneeberger, der den in den
1930er Jahren vom legendären Django Reinhardt populär gemachten
Sinti-Jazz pflegt. Nun ist die erste CD des Joschi Schneeberger Quintett
erschienen, mit von der Partie sind Sohn Diknu Schneeberger (12 Jahre
alt!, Rhythmusgitarre) Striglo Stöger (Rhythmus- und Leadgitarre),
sowie die Gadjos (also Nicht-Zigeuner) Aaron Wonesch (Klavier
und Flügelhorn) und Karl Hodina am Akkordeon. In einem harmonischen
Reigen von zehn Stücken zeigt das Quintett souverän-lässiges
Zusammenspiel und große Begeisterung für ihre Musik. Die CD
beginnt mit der Komposition Für Silvia von Hodina, sicherlich
eine Hommage an seine Tochter. |
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J. B. MOSER CONVERSATIONEN Preiser Records: PR 90604 (ISBN : 3-7085-0067-9) Als Claudius Kölz das erste Mal auf Johann Baptist Mosers (1799-1863) humoristische Szene "Die Conversation im Paradeisgartel" stieß, erkannte er sofort deren literarischen Wert und begann nach weiteren Werken Mosers zu suchen, um diesen zu Unrecht vergessenen Bühnenautor dem Publikum zu präsentieren. Auf der vorliegenden Doppel-CD präsentiert er nun Bearbeitungen zweier Einakter Mosers sowie eigene Couplettexte, die Ernst Kölz (Komponist der legendären "Schwarzen Lieder") im zeitgerechten Biedermeierstil vertont hat. |
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Neue Wiener Concert Schrammeln: "Auf der Rennbahn" Preiser Records PR 90653 Die Neue von den Neuen Wiener Concert Schrammeln ist da! Auf der Rennbahn beweist einmal mehr auf eindrucksvolle Weise die herausragende Stellung dieser vier Ausnahmekönner innerhalb der Wiener-Musik-Szene. Nicht nur die technische Brillanz und die einzigartige Musikalität des Quartetts lassen aufhorchen, vielmehr sind die musikalischen Stationen dieser Rennbahn erwähnenswert. Der Bogen spannt sich von Johann Schmutzer über Johann Strauß Vater, der mit den Chineser Galoppen, dem Kettenbrücken Walzer und Jugendfeuer anlässlich seines 200. Geburtstages in vortrefflicher Weise geehrt wird, bis hin zu ganz Neuem: Peter Havliceks Auf die Zechn Tanz, übrigens eine Live-Aufnahme aus dem Bockkeller, führt die Tradition gelungen fort. Wie wir es von ihnen gewohnt sind interpretieren sie auch die anderen Großmeister der Wiener Musik souverän. Franz Schubert, Johann Schrammel, Josef Strauß (Die Libelle ist nämlich von Josef Strauß und nicht, wie am Cover fälschlicher weise angegeben von Johann Strauß Vater), Richard Strauss, Josef Mikulas und Pepi Wichart. Kammermusik vom Feinsten. Doch dann das Wagnis: Angeregt von Otto Brusatti findet eine Beschäftigung mit Arnold Schönberg statt, die ihren Niederschlag auf der CD findet. Mit den legendären Klavierstücken op. 19 bricht Schönberg mit der traditionellen Harmonik. Das zweite und dritte dieser Stücke, arrangiert von Günter Haumer, dem Meister der chromatischen Knopfharmonika im Quartett, erklingen auf der CD, brechen allerdings in keiner Weise mit der Tradition. Ganz im Gegenteil: Aus den wenigen Noten entstehen beim Hören wunderschöne Klanggemälde, fantastisch wienerisch. Was soll man sagen? Wer wagt gewinnt! [RK] |
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Die Tanzgeiger: Bogner Records 58083 Zentralfriedhof, Endstation. Bitte alle aussteigen! Wer Ende
Juni 1999 zu den Live-Aufnahmen für die damals geplante zweite Tanzgeiger-CD
zum Schutzhaus am Zentralfriedhof anreiste, hatte gute Chancen, in den
Genuß dieser wohl tiefsinnigsten aller Wiener Linien-Stationsansagen
zu kommen. Aus verschiedenen Gründen wurden die damals bei Sauna-Temperaturen
aufgenommenen Stücke dann aber doch nicht veröffentlicht, man
unternahm vielmehr vier Jahre später im Konzertsaal des Haydn Konservatoriums
Eisenstadt einen neuen Anlauf, der in die lange erwartete CD mündete.
Die Gruppe selbst muß dem Bockkeller-Publikum wohl nicht extra vorgestellt
werden. Das ist gut, weil zeilensparend. Hier nur so viel: auch die jüngste
personelle Frischzellenkur (Trompeter Klaus Huber ersetzte Tanzgeiger-Veteran
Toni Straka) wurde offenbar unbeschadet überstanden. |
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Franz Bilik und seine Brogressivschrammeln: Pfui Teufel, mir graust... aus der Schaffensperiode 19571973 Zur Erinnerung: Die Brogressivschrammeln bestehen aus Franz
Bilik in seinen Funktionen als Sprechgesang, 2. Gitarre,
letzte Geige, Texter und Arrangeur.
Die Begleitung der 12 Stücke teilen sich die |
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Zur eisernen Zeit mit Christian Qualtinger Preiser Records PR 90570 Ich tu mir etwas schwer: Diese CD gefällt mir - und ich weiß
nicht genau warum. Hier sollte man sich aus der Affäre ziehen und
sagen: Hören Sie sich das einfach selbst an. Aber so leicht macht
man mir's nicht. Also: Da ist einmal Christian Qualtinger. Ein großer
Name. Wie immer in solchen Fällen Chance und Hypothek zugleich. Die
Stimme ähnelt dem "Original" - streckenweise stark. Der
Dialekt wirkt auf mich manchmal etwas überzeichnet. Die Texte von
Christian Qualtinger könnte man vielleicht mit "bittersüßer,
komprimierter wortspielerischer Geschwätzigkeit" umschreiben.
Unterhaltsam immer, häufig witzig, gelegentlich lustig, lustvoll
auch das "Oadinäre" auslotend. Interessant sind auch die
Booklet-Illustrationen von CQ. Ich bin allerdings kein Therapeut und kann
so keine letztgültigen Erklärungen dazu liefern. |
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Des Ano: "Paradies" Preiser Records PR 96001 "Des Ano": 5 Künstler. Davon allen "Volksliedwerkern"
bekannt: Walther Soyka, Peter Havlicek, Traude Holzer. Dazu: Max Gruber
/Stimme, "Rhythmisch ausgeführte Stimme" und Claus Riedl:
Geige, Gesang, Beats & Programming. |
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Roland Josef Leopold Neuwirth & Extremschrammeln: "Nachtschicht" WEA 2002 0927-45761-2 Für diese kurzen Tage mit den langen Nächten kommt die neueste Neuwirthsche CD gerade recht: "Wår da Tåg schiach und grau, der is auf und davon, weil des Leben fångt erst ã(n) bei der Nåchtschicht", vernimmt man. Und während einem selbst urplötzlich die Müdigkeit in die Glieder fährt, findet man sich leicht tramhapert bei Neuwirth wieder und wird von ihm hineingezogen in eine verrauchte, sch(w)ummrige Atmosphäre, in der allerlei sonderbare Gestalten auftauchen und von den flachsig-wollenen Klängen der Extremschrammeln wieder ins Nichts gestossen werden. Und Neuwirth selbst? Der "Narrische mit dem Strohhut" trällert im abendlichen Stossverkehr versonnen La Paloma, besingt seinen Fixstern, keucht übers Stiagnsteign und wünscht sich (einmal mehr) einen "neuch'n Körper". Das Aufbäumen ist aber einer stillen Resignation gewichen. Das Alter verklärt oder versteinert, meinte Marie von Ebner-Eschenbach. Bei Neuwirth deutet sich wohl Ersteres an. So geht er frohgemut mit der Uschi auf ein Sushi, mit der Moni auf Canelloni und mit der Mizzi auf ein Schnitzi. Mit dem Erfolg, dass ihm der Magen druckt, die Zähne schmerzen und sich die ganze Wöd draht. Gut, dass an dieser Stelle Doris Windhager den Solopart übernimmt. So kann sich Neuwirth derfangen und das nächtliche Beisammensein in geschmeidig-mollerten Klängen taktweise ausblenden. Lãngsam, lãngsam lõst si di Wöd ins Klåre auf... Schad, dass Sie (noch) nicht dabei waren... [GSP] |
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Kollegium Kalksburg: "A Höd is a schiggsoi" Extraplatte 2002 Die Jazzmusiker Heinz Ditsch, Paul Skrepek und Vincenz Wizlsperger gründeten
das Kollegium Kalksburg 1996. Ihre Art, das ehrwürdige Wiener Lied
vorzutragen, schwankt stets zwischen penibler Werktreue und humorvoller
Dekonstruktion hart an der Grenze zum Sakrileg. Ihre heuer erschienene
CD "A Höd is a schiggsoi" ist eine herrlich skurrile Mischung
aus im besten Wienerisch gesungenen Liedern nicht-traditioneller Art und
Inhalts, Zwischenlesungen der hörbar japanisch-gebürtigen Yoshie
Maruoka und Zitaten bekannter Seemanslieder aus dem fernen Norden. In
einer kühnen Interpretation wird die Homersche Odyssee neu aufgerollt,
man erfährt, wie Odysseus zu seiner großen Reise aufbricht
und nach zwanzig Jahren wieder zum heimischen Herd kommt... |
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Neue Wiener ConcertSchrammeln: "Tanz" Preiser Records PR 90493 Die "Neuen Wiener ConcertSchrammeln" zählen zweifellos zu den besten und aufregendsten Formationen dieser Gattung. Zur neuen CD der vier jungen Musiker (Peter Uhler, Vladimir Ziu, Günter Haumer und Peter Havlicek) kann man vorbehaltlos gratulieren. Sowohl Auswahl und Reihung der Stücke dieser CD gefallen mir ausnehmend gut, wie auch die Interpretation. Der weite Bogen reicht von den "traditionellen" Tanz von Debiasi, Schmutzer, Schrammel, Strauß und Kronegger über Mikulas bis zu Kompositionen von Krzystof Dobrek, Leonhard Paul, Manfred Kammerhofer und Peter Havlicek. Immer wieder beweisen die Neuen Wiener ConcertSchrammeln, daß es einen geglückten Mittelweg zwischen sauberer, akademischer und doch etwas blutarmer Interpretation und einem herzhaften, aber nicht immer kontrollierten, "Dirty-playing" geben kann. [HZ] |
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Ernesto (Kirschner) - Harfenist und Leiermann von Wien: "Appolonerl" - Liebeslieder aus dem Hinterhof Vielen ist "Ernesto", nicht zuletzt von seinen Auftritten im
Bockkeller bekannt. Dieser liebenswürdige und stimmgewaltige "Leiermann
und Harfenist" hat eine neue CD mit 14 Stücken herausgebracht.
Neben der, bereits im Titel angedrohten, Harfe, spielt Ernesto noch Drehleier
und Dudelsack. Allesamt Instrumente, die (zu Recht?) weitgehend ausgestorben
sind. Trotzdem kann man sich dem Zauber der Bordunmusik schwer entziehen
und Freunde von Bänkelsang und Balladen werden diese CD besonders
mögen. |
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Mnozil Brass: "dasselbe
in grün" Erfrischend und spritzig kommt auch die neue CD der Mnozil Brass daher: das aus 7 jungen Musikern bestehende Bläserensemble, dessen Geburtsstunde im Wiener Gasthaus Mnozil (1. Bezirk) schlug, lassen mit "dasselbe in grün" einen musikalischen Schnürlregen niederprasseln, dem die Frische von ländlichen Blasmusikfrühschoppen ebenso anhaftet wie eine rasante Komik (etwa im Stil von Tom & Jerry.) Originell wie die Titel ("Kasperlboarisch", "Pudding für Hansi", "Der Webseitige") ist auch die Booklet-Aufmachung mit dem "1. Konzert zum Selberbasteln", das die Musiker als Ausschneidepuppen offeriert... [GP] |
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Stephan Paryla: "Hur
& Moll" Seit einiger Zeit tourt Stephan Paryla bereits mit seinem Programm "Hur
& Moll". Zum Inhalt selbst: Beginnen tut das ganze mit den weithin (zumindest dem Namen nach) bekannten "Spittelbergliedern". Das sind Vierzeiler deftigen, pornographischen und häufig auch eher ungustiösen Inhaltes, die angeblich im 19. Jhdt. irgendwen (etwa den Kronprinz Rudolf) erregt haben sollen. Heut kann man das in jeder Wald- Wiesen und Jelinek Theateraufführung erleben. B'soders is des nix mehr. Das erotische Lieder & Zoten auch Teil unserer Kulturgeschichte sind,
ist schon klar. Von der Zusammenstellung und auch musikalisch ist diese CD durchaus in Ordnung und empfehlenswert. [HZ] |
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Steinberg & Havlicek: Unhamlich
leicht "Unhamlich leicht" bringen Steinberg & Havlicek in zarttransparenter Manier mit Kontragitarre und Duogesang Lauschig-Sommernächtliches ("Wann um Mitternacht die Sternderl plauschen" Heller/Schima), duftige, selbstvertonte Liebeserklärungen ("Alanech fia dii" Artmann/Holzer), Leichtfüßig-Textintensives ("I lass mi jetzt akupunktier'n" Kaderka/Schima) und Herb-Traditionelles ("Granatntanz"). Bei der Neuinterpretation von "In dem Herbst" werden eingefleischte Neuwirthfans zwar ein paar harmonische Facetten vermissen, sie reiht sich aber berührend in die abwechslungsreiche Hörfolge ein. Ungewohnt kommt wohl auch der "Lemonimann" daher, der - bisher als selbstbewußter Kaufrufer verstanden - bei Steinberg & Havlicek klanglich in eine Sagenwelt zu entschwinden scheint. Verstärkt wechselt Traude Holzer (alias Steinberg) ins komische Fach, das sie witzig und originell meistert ("I bin z'schwach auf der Brust" Lorens/Roth). Am schönsten erblühen die Stimmen der beiden bei Titeln wie dem (nach Ernst Kein selbstvertonten) "Herbstlied". Zu den größten Pluspunkten dieses beliebten Duos zählt der gelungene Spagat zwischen geliebter Tradition und (z.T. selbstgeschaffenem) Zeitgemäßen sowie die spürbare Sorgfalt im Umgang mit dem gesungenen Wort. [GP] |
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Hermann Leopoldi in Amerika.
Als Hermann Leopoldi, einst gefeierter Wiener Klavierhumorist, nach Amerika emigrieren mußte, gelang es ihm, eine zweite Karriere aufzubauen. Und das, obwohl er der englischen Sprache nicht mächtig war. "Da wär's halt gut, wenn man englisch könnt'", war der Wiener Charmeur nicht nur im gleichnamigen Lied überzeugt. "Leopoldi spricht deutsch mit englischem Akzent", schmunzelte man. Nichtsdestotrotz gelangen ihm exzellente Übersetzungen von "In einem kleinen Café in Hernals" ("The little Café down the street") und dem "Stillen Zecher" ("I'm just a quiet drinker"). Am Erfolg nicht unbeteiligt: seine Gesangspartnerin Helly Möslein, die in 3 Duetten mit Leopoldi zu hören ist. Weitere herzhafte Nummern sind: "Der Kalbsbraten is' aus!", "Schnucki, ach Schnucki" und "Ach, sie sind mir so bekannt". [GP] |
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Die Strottern: Wien bleibt
Wien Ein "Strotter" ist, dem Dialektlexikon nach: "Einer, der
strotten geht". |
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Wiener Symphonia Schrammeln:
Weana Gmüat. Die fünf Musiker decken mit ihrem Instrumentarium die gesamte Bandbreite der traditionellen Schrammelmusik ab: im Quartett und im Terzett, in der Besetzung mit Harmonika, 2 Geigen und Kontragitarre, bzw. mit der hohen G-Klarinette, dem sog. "picksüaßem Hölzl", oder der Querflöte. Das Repertoire: Musik von Schrammel, Fahrbach, Drescher, Strauß... Neben dem Walzer, der Polka und dem Marsch kommt auch eine volksmusikalische Besonderheit zu Ehren: Der "Tanz", der in der Wienermusik allerdings nur zum Zuhören bestimmt ist. [GP] |
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