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Bratfisch Wien ist Weltstadt, bratfisch ist Weltstadtmusik. Mit leichtem Augenzwinkern und der typisch wienerischen
Musik im Gepäck begibt sich die Gruppe bratfisch auf Weltreise. Da darf ein Wienerlied wie ein Reggae klingen, da
darf auf serbisch gesungen werden und Terzenseeligkeit im 7/8 Takt
erklingen. Da wird geblödelt und überlegt, mit scharfer
Zunge getextet und lustvoll musiziert. http://www.bratfisch.or.at |
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Karl Hodina (*1935) Inspiriert von seinen beiden Großvätern entwickelt Karl Hodina früh seine Leidenschaft für die Malerei und die Musik. Im Alter von acht Jahren beginnt er Klavier und Akkordeon zu spielen. Neben Tätigkeit als Lithograph entwickelt er in den 50er Jahren großes Interesse für Jazz und gründet 1957 das „Vienna Modern Jazz Quartett“. Eine intensive und sehr erfolgreiche Beschäftigung mit der Malerei des Phantastischen Realismus folgen, er muss aber wegen eines schweren Augenleidens die Lithographie und Malerei unterbrechen. In dieser Zeit findet Karl Hodina immer größeres Interesse an der Wienermusik und schreibt bald darauf seinen ersten großen Hit, den „Hergott aus Sta“, weitere kommen nach. Die Öffentlichkeit wird schnell aufmerksam auf das Multitalent, dem Wienerlied wird ein neuer Aufschwung vorausgesetzt, zahlreiche Schallplattenproduktionen und Auftritte folgen. |
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Roland J. L. Neuwirth (*1950) Roland Neuwirth ist ein Veränderer, ein Querschläger, ein Sporengeber, aber auch einer, der das Wienerlied und den Weana Tanz sehr genau kennt und sich damit intensiv beschäftigt hat. Er beginnt früh zu dichten, mit 13 Jahren bringt er sich das Gitarrespielen bei. Ab 1966 spielt Neuwirth in Rock- und Swingbands als Gitarrist und Kontrabassist. Nach einer Lehre als Schriftsetzer und einer Anstellung in einer Druckerei für Todesanzeigen beschließt er, Klassische Gitarre an der Wiener Musikhochschule zu studieren. Nachdem er Karl Hodina in einem Heurigen spielen hört und ihm seine Begeisterung über die für ihn neue Wienermusik kundtut, schenkt ihm Hodina eine Kontragitarre. Noch während des Studiums 1973-1977 schreibt er seine ersten Wienerlieder und gründet 1975 die „Neuwirth Schrammeln“, die er viele Jahre später in „Extremschrammeln“ umbenennt. Er ist heute einer der versiertesten Kontragitarristen und bekanntesten Wienerliedautoren und –interpreten und wird auch von den „Brauchtumhütern“ mehr als akzeptiert. Seine Texte sind dem tiefsten Wiener Dialekt verpflichtet, seine Musik eher dem Blues. Der klassischen Schrammelmusik und dem Weana Tanz begegnet er dennoch mit größter Erfurcht, seine „Extremschrammeln“ gehören zu den besten Schrammelquartetten Wiens. www.extremschrammeln.com |
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Rudi Koschelu (*1953) Für den Kontragitarristen und Sänger Rudi Koschelu war es sehr
früh klar, dass er die Musik zum Beruf macht. Sein Vater Rudolf Koschelu
sen. nahm ihn 1974 mit zum Heurigen „Völkl“ in der Wattgasse
im 16.Bezirk, wo u.a. das Duo Hodina/Reiser spielte. Koschelu jun. war
von dem ungewöhnlichen Liedrepertoire Karl Hodinas und seiner jazzinspirierten
Spielweise stark beeindruckt, er hatte Wienerisches so noch nie gehört.
Edi Reiser ermunterte den jungen Mann zum Kauf einer Kontragitarre, und
so begann die Beschäftigung Rudi Koschelus mit der Kontragitarre
und der Wiener Volksmusik. 1978 gründet Rudi Koschelu mit seinem
ebenso jungen Musikerkollegen und Akkordeonisten Alfred Gradinger (*1955)
das Duo „D’Weana Spatz’n“. Im gleichen Jahr wurden
die beiden Berufsmusiker, sie konnten die vielen nächtlichen Auftritte
nicht mehr mit ihrer Tagesarbeit kombinieren. Diese Zusammenarbeit hat
bis heute Bestand, ihr „Weana Spatzn Club“ bietet quasi eine
Wienerlied – Jamsession an jedem 1.Dienstag im Monat im „Hergott
aus Sta“, einem Heurigen-Beisl in Ottakring. Dort spielt Koschelu
auch mit Karl Hodina seit vielen Jahren. Seit einiger Zeit spezialisiert
sich Rudi Koschelu auf das wienerische Jodeln (Dudeln), was ihn zur Zeit
als einzigen männlichen Dudler Wiens auszeichnet. |
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Alfred Gradinger (*1955) Das Akkordon "beschäftigte" ihn schon seit seinem 6. Lebensjahr. Seit 1978 ist er Berufsmusiker. Er schreibt Liedtexte, Drehbücher, komponiert in verschiedensten Stilrichtungen. Bisher sind 154 Titel beim AKM gemeldet. Gemeinsam mit seinem Kollegen Rudi Koschelu auf der Kontragitarre, tritt er als „Die Weana Spatz´n“ auf - einst das jüngste Profiduo - und pflegt das alte Wiener Lied. Als „Trio Wien“ mit Hans Radon an der Gitarre und Franz Horacek am Bass wird hauptsächlich Swing-Musik gespielt. Mehrere Preise haben Alfred Gradinger in seinem Schaffen bestätigt. Diverse Tourneen führten ihn um die ganze Welt (z.B. Nord- und Südamerika, Japan, China, Kreuzfahrten um die Galappagos- Inseln, usw.). Unzählige Platten und CD- Aufnahmen, sowie Live-, Rundfunk- und Fernsehauftritte (Kaisermühlen-Blues, Musikantenstadl, Aufgspielt wird, Guten Abend am Samstag, usw.) prägen seine 30jährige Musikerlaufbahn. http://www.triowien.at/ |
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Roland Sulzer (*1966) Akkordeonist und Sänger Roland Sulzer gab 1993 seinen Beruf als stellvertretender Fuhrparkleiter der Wiener Wasserwerke auf, um hauptberuflich als Musiker zu arbeiten. Seine ersten kleinen Auftritte mit Akkordeon und Wienerliedern spielte der in Mödling geborene Roland Sulzer bereits im Alter von 15 Jahren. Heute ist er einer der besten Akkordeonisten Wiens und hat noch bei Josef (Pepi) Matauschek, dem letzten Musiker einer großen Wiener Musikerdynastie sein Handwerk abgeschaut. Als ständiger Begleiter der großen Dudlerin Trude Mally, sowie u.a. Karl Merkatz, Kurt Girk, Heini Gruic und Agnes Palmisano ist er in der Wienermusik nicht mehr wegzudenken. Auch durch die Zusammenarbeit mit Musikern wie Rudi Koschelu oder Peter Havlicek und dem Wiener Volksliedwerk und Wean Hean erlangte er große Beliebtheit. Seit 1993 hat er ein Fixengagement im Restaurant „Griechenbeisl“ am Klavier und Akkordeon. |
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Herbert Bäuml (*1951) Schon in frühester Kindheit wurde Herbert Bäumls musikalische Begabung gefördert. Im Alter von 4 Jahren stand er am Muttertag vor großem Publikum auf der Bühne und rührte mit dem Lied "Mei Muatterl war a Weanerin" so manche Mutter zu Tränen. Bei den "Sängerknaben vom Wienerwald" wirkte er bei mehreren Konzerttourneen durch Europa mit und brillierte als Sopransolist. Ein eigener Solotonträger (LP) erinnert noch an diese Zeit. Wenige Jahre später besuchte er das Konservatorium der Stadt Wien und belegte die Fächer Gesang und Klavier. |
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Eduard (Edi) Reiser (*1945) Edi Reiser lernte schon als Kind die Kontragitarre, stark beeinflusst von seinem Vater, der Knopfharmonika spielte und auch zu Hause Musik machte. Reiser ging später auf das Konservatorium und lernte die Harmonielehre und Kontrapunkt von der Pike auf. Auch ihm bereitete die Kombination des Berufslebens als Bäcker mit dem Nachtleben eines Musikers große Probleme. Dennoch spielte er mit dem Akkordeonisten Karl Hodina über 30 Jahre im Duo „Hodina-Reiser“ mit großen Erfolg zusammen. Edi Reiser und Karl Hodina sind Liebhaber der „wienerischen“ Phrasierung und Temponuancen und feilen bis heute an der Interpretation der alten Tänze und Märsche. Das Repertoire der beiden besteht hauptsächlich aus den Liedern und bluesartigen Chansons Hodinas und dem instrumentalen Weana Tanz. Die andauernde Schaffens- und Lernphase zeigte sich u.a. in der CD-Produktion „Alt-Wiener Tänze und Märsche“ (1992 bei HK-Records erschienen), die nach Hodina „lupenrein“ und für andere „Packl“ – Spieler – wie die in der Wiener Instrumentalmusik übliche Besetzung von Harmonika und Kontragitarre genannt wird – ein Vorbild wurde. |
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Gerhard Heger (*1950) Dank seines Vaters Fritz Heger lernte Gerhard Heger praktisch gleichzeitig mit dem Sprechen auch das Singen. Damit war sein Weg vorgezeichnet. Allerdings kam er vorerst um einen „bürgerlichen“ Beruf (Drogist) nicht herum, da sein Vater früh verstarb und in der Folge kein Geld für einen fundierten Musikunterricht vorhanden war. Als Endzwanziger besuchte er neben seinem Brotberuf die Hochschule für Musik und studierte als außerordentlicher Hörer am Konservatorium der Stadt Wien Gesang (Oper). Als Nächstes kamen Engagements an der Wiener Volksoper, der Kammeroper Wien und Rollen bei Einzelaufführungen im Theater an der Wien. Weitere Stationen waren die Stadttheater Baden, Berndorf und Wiener Neustadt. |
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Tesak und Blazek Nein, das sind keine Künstlernamen. Wer in Wien Tesak und Blazek heißt braucht kein Pseudonym. Und genauso echt ist ihre Musik: älteste und neueste Wienerlieder zu Knopfharmonika und Kontragitarre. Der Tesak komponiert eine Melodie, der Blazek seine eigene. Der Tesak will ein Stück spielen, der Blazek ein anderes. Kurz: Die beiden verstehen einander prächtig. Über die Familien seit Kindheit bekannt, ist klar: „Ohne einander wär ma nix.“ Und das liegt längst nicht mehr dran, dass der Blazek einst vom Tesak das Wintermanterl mit den Goldknöpfen geerbt hatte. Vor zehn Jahren sind die zwei musikalisch ins selbe Gewand geschlüpft. |
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Alt Wiener Stimmungsduo Schaffer-Hojsa Unnachahmliche Mimik, Witz, Komik und tiefe Innigkeit ihres Vortrags, gepaart mit einer stark von der wienerischen Überlieferung geprägten Sing- und Musizierweise kennzeichnen die Musik des Duos vom Harmonikaspieler Walter Hojsa (*1924) und seinem langjährigen Partner, dem Kontragitarristen Kurt Schaffer (*1928). Der deftige Schmäh und die Energie der beiden Musiker ist beim Publikum besonders beliebt, mit Freude bringen sie ihr Publikum zum Lachen. Im Heurigen Beim Hannes in Strebersdorf sind sie jeden Dienstag zu hören, aber auch bei diversen Veranstaltungen sind sie gern gesehene Künstler. Mit dem Bassisten Helmut Reinberger begeistern sie auch als die Old Knackers ihre Zuhörer und bieten Evergreens, Parodien und Heurigenkabarett vom Feinsten. |
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Karl Stirner (*1970) Kaum dass er sitzen konnte, musste der kleine Karl ein Zitherspieler werden, nachdem ja auch der Großvater (Karl Stirner) im Böhmischen Prater als Sänger berühmt war. Das war für ihn nicht immer vergnüglich, aber die Mutter sagte: „Wenn du ein Wahrzeichen von Wien werden willst, musst du jetzt zur Zitherstunde!“ Und Karl Stirner ging zur Zitherstunde, und er wurde der beste Schüler seiner Lehrerin, und er ging zum Konservatorium und wurde dort der beste Schüler, und er wurde der beste Zitherspieler, den es in Wien je gegeben hat. Karl Stirner war ein wirklicher Experte für Wienerlieder, bevor er Komponist geworden ist. Denn als ihm Mitte der achtziger Jahre aufgefallen ist, dass er auf der Zither schon alles spielen konnte, was für Zither geschrieben worden ist, hat er angefangen, Zitherstücke zu komponieren. Stücke, die außer ihm niemand spielen konnte, aber das hat außer ihm auch niemand gewusst, denn die Menschen, die ihm applaudierten, konnten scheinbar nicht unterscheiden, ob er nur die Zither stimmte oder ein sehr schweres Zitherstück spielte. Da hat er die Zither auf einen Schrank gestellt und begonnen, mit Musikern über schwere Musik zu reden. |
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Walther Soyka (*1965) Walther Soyka wurde 1965 als jüngstes von acht Geschwistern in Wien geboren. Die Freude am Musizieren hat die Mutter in die Familie gebracht. Alle haben gesungen und Instrumente gelernt, und so studierte Walther zunächst was noch niemand spielte, Cello. 1975 bis 1978 verbrachte er wegen seiner deutschen Mutter in Bremen. 1979 ist er, als Bassist bei einer Wiener Volkstanzgruppe aushelfend, über eine Steirische Harmonika gestolpert. Um sie zu reparieren, borgte er sie für eine Woche aus und hat sich sofort in den Klang und in das Spielgefühl verliebt. Seine Vorbilder waren Hermann Härtel und die Steirischen Tanzgeiger, Max Rosenzopf und alles, was in der Umgebung von Lois Blamberger passiert ist. Bei einem Seminar hat der Bluesmusiker und „eingeborene Langhaarmusikant“ Roland Neuwirth ihn spielen gehört und ein paar Jahre später zu seinen „Extremschrammeln“ eingeladen. Zunächst war es notwendig die Schrammelharmonika zu erlernen. Soyka spielte 20 Jahre mit Neuwirth und seinen „Extremschrammeln“. Nach dieser Zeit drängte es ihn in die Welt der alten Wiener Volksmusik. Mit Liebe und Regelmäßigkeit erweiterte er sein Repertoire auf etwa fünf Stunden Altwiener Volksmusik, er lernte einige der schönsten Wienerlieder zugleich zu singen und zu spielen und – begegnete Karl Stirner. http://soyka.nonfoodfactory.org/ |
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Tommy Hojsa (* 1967) Tommy Hojsa, Sohn der Wienerliedlegende Walter Hojsa, maturierte 1986 in Wien-Brigittenau, um danach als Autor, Komponist und Instrumentalist (Klavier, Keyboard, Akkordeon) seine Kariere zu starten. Mit Helmut Emersberger, den er in der Schule kennen gelernt hatte, gründete er 1991 das Wienerliedduo „Hojsa-Emersberger“. Die beiden Volkssänger, Conferenciers, Komponisten und Autoren begeistern das Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum, unter anderem in der 10teiligen ORF-Produktion "Aufgspielt wird - in Joschis Beisl" mit Karl Merkatz; der Zusammenarbeit mit der HipHop Gruppe "waxxolutionists" entsprang 2001 der Hit "Wiener Gspia", mit Georg Danzer nahmen sie die "Wiener Trilogie" auf und mit Christian Qualtinger verfassten sie das Stück "Karajans Neffe". Vertonungen von Jura Soyfer- bzw. Andreas Okopenko-Texten, Träger der Robert Stolz Medaille. Zahlreiche Lieder der beiden, darunter "Laß mi zu dir" für Tini Kainrath und der Dauerbrenner "Badewaschl im Krapfenwaldbad" sind im aktuellen Programm zu hören. Mit Tini Kainrath und Doris Windhager gründeten sie 2000 die „1. Wiener Pawlatschen AG“. http://www.wienerlied.org/index.html |
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Aufstrich Man nehme einen kleinen Kontrabass und eine volle Bratsche als Basis, ergänze diese mit den beiden Melodiegeigen und verfeinere sie kurz vor dem Servieren noch mit einer würzigen Saxophonstimme. Was sich in diesem Aufstrich findet, kommt aus vier verschiedenen Bundesländern – dementsprechend vielfältig ist auch das Repertoire: Von der steirischen Polka zum niederösterreichischen Walzer, von Innviertler Landler- Gstanzln zum slowakischen Csardas; zusätzlich garniert mit etwas Schlag(er)sahne und gewürzt mit frischen Kräutern vom Balkon, äh BALKAN! |
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Netnakisum Wenn sie die Bühne stürmen, schwingen die signalfarbenen Dirndln und die Hüften. Da kokettieren Traditionen mit Erotik, wobei sich der überzogene Trachtenlook als Persiflage auf die in unseren Landen verbreitete „war so und bleibt so“ - Mentalität entpuppt. Provokation ist aber nicht ihr Geschäft und auch nicht ihre Absicht, denn ihr Outfit ist Accessoire zum Spiel mit den Gegensätzlichkeiten. Netnakisum verdrehen sich selber und vorgefasste Bilder ihres Publikums – und es bleibt nicht beim Wortwitz und beim plakativen Bühnenbild: Das Streichquartett überzeugt durch Professionalität und Spritzigkeit und das in allen nur denkbaren Varianten des globalen Klanges der Musik. Sie wurzeln in der heimischen Volksmusik, genießen dazu eine profunde Musikausbildung, verinnerlichen die Musik der Völker und spielen sich mit den Tönen, wie andere mit den Bügeln ihrer Sonnenbrille. Wer meint, dass damit eine Damenband zur Genüge beschrieben ist, wird eines Besseren belehrt: Sie sind zudem ausgezeichnete Vokalistinnen und verbinden vollendet den Gesang mit der Streichmusik. Es ist eine faszinierende Übereinstimmung der Strichcodes der Stimmen mit der instrumentalen Tonerzeugung. Wenn solchermaßen der musikalische Globus auf den Kopf gestellt wird, so verwundert es auch nicht, dass die vier Nennirekisum (Musikerinnen) das Werkverzeichnis dieser Welt bereits um eigene Kompositionen erweitert haben. Von den Damen ist also noch einiges zu erwarten. Frei nach Reinhard Mey und doch abgeändert: Erbarmen, Musikantinnen sind in der Stadt…http://www.netnakisum.at |
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steinberg & havlicek Die „Achse des guten & bösen Wiener Liedes“ spannen „steinberg & havlicek“ zwischen Wien, der Steiermark und sonstigen Bundesländern. In letzter Zeit treiben sie sich auch verdächtig oft in der Münchner Gegend herum! Wer sagt, dass die Wiener Musik nur in der österreichischen Bundeshauptstadt geliebt und gehasst wird? Traude Holzer, Stimme und Peter Havlicek, Stimme und Kontragitarre treten den Gegenbeweis an. Und wer die Beiden auf der Bühne gehört UND gesehen hat, weiß: Hier werden Wiener Lieder vom Feinsten serviert! Kulinarisch-kultureller Kochtipp: Ideal auch als Essensbegleiter, fruchtig, frisch, zeitweise vollmundig - mit starkem Abgang! |
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Inzersdorfer unkonserviert Alte und neue Wienerlieder, zweistimmig gesungen, humorvolle Couplets und Duette mit Kontragitarre gelegentlich garniert mit dem „picksüßen Hölzl“, sind die Spezialität von Inzersdorfer unkonserviert. Ansässig am südlichen Stadtrand von Wien, haben sie ihre „Herkunftsbezeichnung“ mit dem Zusatz „unkonserviert“ versehen, um Verwechslungen mit den Produkten der ebendort etablierten Nahrungsmittelwerke vorzubeugen. „Unkonserviert“ steht aber auch für frische, lebendige Interpretation, wenn auch bewusst traditionell, ohne den krampfhaften Versuch der Anpassung an zeitgeistige Modeerscheinungen. Nach vielen Jahren in der Wiener Jazzszene, in der sie auch weiterhin aktiv sind, haben sie sich an ihre eigenen Wurzeln erinnert und versuchen seit 1999, der Wienermusik den gebührenden Stellenwert innerhalb ihrer musikalischen Tätigkeit einzuräumen. Im Mittelpunkt stehen dabei die „Kremser-Alben“, eine Sammlung alter Wienerlieder und Tänze vorwiegend aus dem 19.Jahrhundert. Daneben finden sich auch Kompositionen jüngeren Datums im Repertoire, tunlichst vermieden werden jedoch Werke, die dem verbreiteten Klischees des weinseligen, kitschigen Heurigenliedes entsprechen. So wird es auch wenig verwundern, dass nicht Heurigenlokale sondern konzertante Aufführungen in Extrazimmern alter Kaffee- und Gasthäuser im Mittelpunkt stehen, wo authentische Darbietungen ohne elektronische Verstärkung am besten zur Geltung kommen. http://members.aon.at/straka/iu/index.htm |
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Wiener Thalia-Quartett
Das Wiener Thalia-Quartett wurde 1986 von vier Musikern, damals noch unter dem Namen Thalia-Schrammeln, gegründet, die damit ihre hohe Professionalität mit ihrer Liebe zur klassischen Volksmusik vereinen wollten. Zu ihrem Repertoire zählen Polkas, Märsche, Walzer sowie Tänze von den Brüdern Schrammel, der Strauß-Dynastie, Franz Schubert, Joseph Lanner und anderen Komponisten dieser Zeit. |
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Attensam Quartett Das attensam quartett traut sich. Sie beherzigen den Rat des Wiener Kontragitarristen
Rudi Koschelu, der besagt: " Ein Weana Tanz muss so langsam gespielt
werden, dass es weh tut". Er wird ja eh nicht getanzt, der Weana
Tanz, genauso wenig, wie der Wiener Marsch marschtauglich ist. Feinste
Kammermusik wird da präsentiert, die Geigen erzeugen den Wiener Ton,
dessen Messlatte immerhin sehr hoch hängt. Die attensam - Musiker
setzen sich auch bewusst mit zeitgenössischer Musik auseinander,
für sie komponierten in den letzten Jahren Christof
Cech, Oskar Aichinger, Christian
Muthspiel oder Christof Dienz (wean
hean 2003, 2004, 2005). Einige Jahre arbeiteten sie mit Bariton
Walter
Raffeiner
zusammen. |
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AGNES PALMISANO Agnes Palmisano lässt sich nicht einfach in vorgefertigte Schemata
einordnen. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit als Sonderschullehrerin
studierte sie klassischen Gesang an der Universität für Musik
und darstellende Kunst Wien. Dort entdeckte sie im Zuge eines Seminars
den „Wiener Dudler“, jene seltsame Mischung aus Jodler und
Koloraturgesang und begann, das vom aussterben bedrohte Genre wiederzubeleben. |
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Folksmilch
Am 29.9.1999 trafen sich vier junge, steirische, Musiker in Wien am Hof
um eine Werbeveranstaltung zum Bau des Semmeringbasistunnels zu umrahmen
(auffallend: noch immer kein Tunnel - noch immer Folksmilch). Auf das
fulminant energiegeladene Spiel folgte der namenspende Auftritt in einer
Molkerei: die "steirische Volksmilch" war geboren. Es folgten Auftritte auf Hochzeiten, Festen, Märkten, auf denen die
"steirische Volksmilch" das Publikum stets mit Volksmusik, Spielwitz
und Ironie unterhielt. Zunehmend flossen die unterschiedlichen musikalischen
Interessen der Gruppenmitglieder in das Repertoire ein und irische Folk-Tunes,
Tangos, Balkan-Folk und Schlager aus den 20er und 30er Jahren wurden zum
Markenzeichen von nunmehr "Folksmilch". Nach zwei weiteren Jahren als unschlagbare Musikanten vom Wirtshaustanzboden
bis hin zum Jazzbrunch folgte die Produktion der ersten CD "schlag".
Der damit eingeschlagene Weg führte Folkmilch auf die Kleinkunst
und Konzertbühnen Österreichs. Im November 2004 erschien die neueste CD "3xROT". Wie das gleichnamige
Bühnenprogramm ist sie von Eigenkompositionen und einem Aufbrechen
verschiedenster Musikstile geprägt: deutscher Rapgesang fügt
sich in bekannte Schlagermelodien ein, es vermischen sich mitteleuropäische
Volksmusik mit Jazzelementen und die melodiös wie rhythmisch interessanten
Kompositionen von K.Bittmann und Ch.Bakanic geben der Gruppe eine einzigartige,
individuelle Klangfarbe. Neben all dieser Entwicklung hat Folksmilch niemals
ihren Spielwitz verloren und nimmt sich und ihr Publikum keinenfalls zu
ernst. Am 2. März 2005 gab das junge Ensemble ein tolles Stelldichein
beim "Treffpunkt Wien" mit den Strottern aus Wien (nachzulesen
im "Bockkeller", Nr.1/ März 2005). http://www.folksmilch.at/ |
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Rutka. Steurer (ehemals Die 16er Buam)
Das aus Ottakring stammende "Packl", wie ein traditionelles Duo in Wien genannt wird, startete seine Karriere 1994 unter dem Namen "16er Buam". Mittlerweile gehören Patrick Rutka(chromatische & diatonische Knopfharmonika, Gesang) und Klaus P. Steurer (Kontragitarre, Gesang, Holzlöffel) zu den meist gefragten Musikern im Wienerliedbereich und haben sich darüber hinaus auch als ernstzunehmende Komponisten und Interpreten moderner Wiener Weltmusik einen Namen gemacht. Um nicht mit Gruppen der volkstümlichen Musik oder aus der Schunkel-, Stimmungs-, Schlagerliederbranche verwechselt zu werden, haben sich die zwei Musiker auf die alte Wiener Tradition der Namensgebung besonnen und nennen sich seit 2011 bei ihren Namen rutka•steurer. Dieses Duo spannt in altbewährter Weise den musikalischen Bogen von urtümlichen Wienerliedern aus der untersten Lad ́ über neueres Liedgut hin zu eigenen Kreationen. Die traditionelle Instrumentierung mit Kontragitarre und Knopfharmonika dient einerseits der Originalität alter Lieder und andererseits originellen Interpretationen jüngerer Musik. Respektvoll nähern sie sich dem alten Wienerlied, neugierig und verspielt hingegen der neuen Wiener Weltmusik, vgl.: http://www.16erbuam.at/ |
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J-Wagen-Schrammeln
Schuld ist Roland Neuwirth: Im März 2001 nahmen die drei MusikstudentInnen Barbara Puchegger, Julia Puchegger und Helmar Dumbs an einem Seminar mit dem Extremschrammel-Chef teil und kamen auf diese Weise erstmals mit der "Wiener Musik" in Berührung. Einige Monate später gab es bereits einen ersten Auftritt im Rahmen des Wienerliedfestivals "Wean Hean". Im Sommer 2002 lernten die drei dann den Schrammelharmonika-Spieler und Tabakpfeifenhersteller Patrick Rutka kennen, der als eine Hälfte der 16er Buam in der Wienerliedszene kein Unbekannter ist. Folge dieser Begegnung war die Gründung des Quartetts "J-Wagen-Schrammeln". Unter diesem Namen spielten die Musiker seither in diversen Wiener Heurigen, bei der 3. Auflage von "Wean Hean" (Herbst 2002), im Rahmen der "Langen Nacht der Musik 2003, und - als Höhepunkt in der noch jungen Geschichte des Ensembles - für Königin Sirikit von Thailand anläßlich ihres Wien-Besuches im Oktober 2002. Das Quartett legt besonderes Augenmerk auf die alten "Weana Tanz" mit ihrer charakteristischen Ländlermelodik und ist bemüht, unverdient selten gespielte Stücke (z.B. von Theo Ferstl, Karl Resch oder Rudolf Tichy) wiederzubeleben. Freilich haben auch die bekannten Kompositionen von Johann und Josef Schrammel, Karl und Josef Mikulas, Rudolf Strohmayer, Johann Schmutzer und Pepi Wichart, aber auch Melodien von Johann Strauß, Josef Lanner und Carl Michael Ziehrer ihren festen Platz im Repertoire der J-Wagen-Schrammeln.[YC] |
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Die Strottern „So war der Sieger diesmal keine Frage. Das Wiener Duo Die Strottern ließ Publikum und Jury mit ihrer grandiosen Neudefinition des Wienerlieds keine Wahl. Ob sie Wilhelm Busch ins Wienerische überführen(“Lumpenlied”), die wundersam zwischen morbider Melancholie und drastischem Schmäh changierenden Texte des befreundeten Dichters Peter Ahorner vertonen oder Klassikern einen neuen Dreh geben – das überlieferte “Bei mir is all”s verdraht” etwa wurde zu einer fast dadaistischen Freejazz-Nummer – alles ist intelligent, perfekt inszeniert und noch bei eigentlich Tödlich-Traurigem extrem lustig. Dass David Müller ausnehmend gut Gitarre und Klemens Lendl ordentlich Geige spielen können, wird fast zur Nebensache, angesichts von Lendls kabarettistischem Talent und seiner einmalig pointierten und variablen Sprech- und Gesangsstimme.“ (Oliver Hochkeppel, Süddeutschen Zeitung, zum Gewinn des Fraunhofer Volksmusikpreises, Februar 2009) http://www.diestrottern.at/ |
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Neue Wiener Concert Schrammeln Seit 1995 beleben die
Neuen Wiener Concert Schrammeln die Wienerliedszene. Durch Ihren unverwechselbaren
Stil sind sie inzwischen weit über die Grenzen Wiens bekannt. Auf
der Suche nach einem neuen Wiener Klang erweitern sie ständig ihr
Repertoire mit neuen und eigenen Kompositionen. Besonders die wiederentdeckten Werke und Arrangements der Gebr. Mikulas
aus der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderst sind bereits ein Markenzeichen
des Quartetts. Schon Karl & Josef Mikulas verbanden - wie heute die
Neuen Wiener Concertschrammeln - die traditionelle Schrammelmusik mit
den Einflüssen ihrer Zeit. Eine " Wiener - Blut " Auffrischung mit eigenen Werken von Peter
Havlicek und jungen Komponisten wie Michael Radanovics, Krzysztof Dobrek,
Alegre Correa belebt die oftmals süßliche Tradition der Wiener
Musik. Die einzigartigen Interpretationen der Neuen Wiener Concertschrammeln
lassen sämtliche Facetten der Schrammelmusik aufleben und verleihen
dem Wienerlied einen unkonventionellen und doch kammermusikalischen Stellenwert.
[WS] http://www.concertschrammeln.at |
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Kollegium Kalksburg
Drei eingeborene Söhne interpretieren gebenedeites Liedgut im Geiste
Heinz Conrads' - so lautet das Credo, der von den Jazzmusikern Heinz Ditsch,
Paul Skrepek und Vincenz Wizlsperger 1996 gegründeten Band. Ihre
Art das ehrwürdige Wiener Lied vorzutragen, schwankt stets zwischen
penibler Werktreue und humorvoller Dekonstruktion hart an der Grenze zum
Sakrileg. Wie sich wienerische Fatalismus nach den Gesetzen des wuchernden
Zeitgeists immer neu erfinden muß, so muß das Kollegium Kalksburg
auch stets neue, perfide Methoden ersinnen, sein weltoffenes Publikum
immer wieder aufs neue zu schockieren.
[WS] http://www.kollegiumkalksburg.at/ |
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Doris Windhager
Eine Überstimme, wie man sie sich besser nicht wünschen kann: Sie bringt altes und neues Feeling gleichermaßen auf den Punkt; ihre Phrasierungskunst und ihr soundprägendes Timbre setzt sie kongenial ein. Das ist umso bemerkenswerter, als Roland Neuwirth bei den Live-Konzerten immer wieder spontane, neue Nuancen in seine Lieder einfließen läßt. Doris Windhager ist längst auch bei anderen Wiener Musikgruppen sowohl für Live-Auftritte wie auch Studioproduktionen eine gefragte Gastsängerin. Ebenso überzeugend prägt sie zunehmend auch solistisch das Hör- und Erscheinungsbild der Gruppe. Mit einem Augenzwinkern sagt sie selbst zu ihrer Zeit mit den Extremschrammeln: |
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Oliver Maar
Als Oliver Maar erstmals seinen Berufswunsch, hauptberuflicher Werkelmann
zu werden, äußerte, fielen seine Eltern (Mutter: Flamencotänzerin,
Vater: Psychologe) aus allen Wolken. Aber der junge Mann war längst
vom "bazillus mechanicus" angesteckt. Er ging nach Frankreich,
um das Stanzen von Kartonnoten zu lernen und arrangiert sich seither seine
mechanische Musik selbst. In seiner privaten Sammlung finden sich antiquarische
Kostbarkeiten aus der großen Familie der mechanischen Musikinstrumente
in allen Formen und Größen. Aber er versteht sich nicht als
Archivar, sondern als Musiker, der die Instrumente in Gang setzt und zum
Spielen bringt. Gab es um 1838 in Wien noch 800 Werkelmänner, so
ist Oliver Maar heute nur mehr einer der wenigen Vertreter dieser Spezies.
Aber ein besonderer, der zur mechanischen Musik auch singt und pfeift.
Zu seinen beliebtesten Titeln zählt das bekannte Wiener Theaterlied
"Mir is alles ans". Hier textete er in eigener Sache eine neue
Strophe
dazu:"Wer a Geld hat, der wird a Werkelmann |
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Heinrich (Heini) Griuc (*17.3.1932
†22.12.2004) |
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Hans Moser
Jean Juliet, wie Hans Moser eigentlich hieß, trat am Beginn seiner
Karriere in berühmten Kabaretts auf - 1923 gelang ihm mit dem Sketch
"Der Dienstmann" der Durchbruch. 1925 beeindruckte er im Ronacher
in Karl Farkas' Revue "Wien, gib' acht!" auch den im Publikum
sitzenden Charlie Chaplin. Vom Kabarett gelang Moser der Sprung auf die
großen Theaterbühnen, in den 1930er Jahren wirkte er in ca.
150 Filmen mit. Seine Paraderollen: Diener, Untergebene, Randfiguren... Als wohl bekanntester "Wienerliedsänger ohne Stimme" nuschelte
sich der Volksschauspieler und Komödiant via Heimatfilm und Plattenaufnahmen
in die Herzen der Wiener und vieler anderer... Unvergleichlich interpretierte
er im Sprechgesang Lieder wie: "Die Reblaus" (1940, Film "Sieben
Jahre Pech"), "Der alte Herr Kanzleirat", "In der
Kellergass'n", "Sperrstund' is", "Wenn der Herrgott
net will", "Der Dienstmann", "Hobellied", u.v.a. Fazit: Der raunzende Grantler mit der rudernden Gestik erfreut sich auch
heute noch größter Beliebtheit! [GP] |
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Robert Kolar
Schauspieler, die Wienerlieder singen, haben in Wien eine lange Tradition.
Wr weiß z.B., ob das "Fiakerlied" von Gustav Pick je einen
solchen Durchbruch erlebt hätte, wäre nicht der damalige Bühnenstar
Alexander Girardi damit aufgetreten. In die Stapfen dieser Sänger mit ausgebildeter Stimme tritt seit
kurzem auch ein junger Mann namens Robert Kolar. "Do könnt jo
a jeda kumma ..." heißt sein zweites Programm, mit dem er an
seinen erfolgreichen ersten Soloabend "Um stilles Beileid wird gebeten"
anschließt. Dabei schlüpft Kolar in die Figur eines typischen
Wiener Kaffeehaus-Kellners, der aufgrund des flauen Geschäftes genügend
Zeit zum Philosophieren hat. Anhand von Wienerliedern, Kabarettchansons
und heiteren literarischen Schmankerln beleuchtet er eindringlich die
Tiefen und Untiefen der Wiener Seele. Neben altbekannten und selten gespielten
Wienerliedern wartet er auch mit Selbstgeschriebenem auf. [GP] http://www.robertkolar.com/ |
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Trude Mally
Wer sich einmal vom Dudeln, der wienerischen Form des Jodelns, die zwischen
alpenländischem Gesangstil und wienerischer Instrumentalmusik erblühte,
betören lässt, kommt nicht mehr so schnell davon los. Trude
Mally war eine ganz besondere Sängerin und Dudlerin: Seit ihrer frühen
Kindheit in Schwechat mit dem Wienerlied und der Bühne vertraut,
hatte sie alles, was eine große Wienerliedsängerin auszeichnet:
Neben einer großartigen Stimme eine faszinierende Bühnenpräsenz.
Dazu eine genaue Vorstellung, wie die Lieder zu klingen haben. Die in
diesem Metier nicht weit verbreitete Eigenschaft der Alkoholverweigerung
war sicher auch hilfreich. |
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Maly Nagl
Amalie Wolfsecker, genannt Maly Nagl, zählt zu den bedeutendsten Wienerliedsängerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit neun Jahren war sie - gemeinsam mit ihrer Schwester Mizzi schon auf der Bühne zu hören. Am 6. März 1908 berichtet Peter Altenberg, der legendäre Kaffeehausliterat über einen Auftritt von Maly Nagel (1893-1977) im Kabarett "Fledermaus": [...] Ein Kunstwerkchen, ein allerliebstes, ist Amalia Nagel, die Fünfzehnjährige, als Dirndl in einem Alt-Linzerischen Kostüm mit Goldhaube, ein altösterreichisches Lied vortragend [...] Sie ist eigentlich das allerbeste, was es an "Wiener Sängerin" gibt. So jung sie ist, ist sie ein vornehmes Überbleibsel von vergangenen Zeiten, so 1850 ungefähr [...].Später schrieben berühmte Wienerliedkomponisten wie Rudolf Kronegger und Karl Föderl für sie. Maly Nagl trat nur fallweise beim Heurigen auf - längst ein Star, bevorzugte sie Konzerte und Rundfunkaufnahmen. Mit dunkler, fast rauher Stimme sang sie Jodler und u.a. jene nostalgischen Wienerlieder, die ihr Ehemann Fritz Wolfsecker für sie geschrieben hatte: "I häng an meiner Weanastadt", "Geh langsam durch die alten Gassen", "I muaß alle Tag mei Weanaliad hör'n". [GP, akt. Sus] CD: |
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Kurt Girk
CDs: |
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